Endlich wieder Wettkampf

Einlaufen Seit September 2015 habe ich keinen Wettkampf mehr gemacht. Ich habe mal 6 Monate nichts Sportliches gemacht, war bei Ärzten und habe tatsächlich einen Orthopäden gefunden, der sich meiner Probleme annimmt. Dann habe ich mich ganz langsam von 3km-Strecken bis 25km-Strecken hochgearbeitet. Meine rechte (Problem-)Wade hat brav mitgemacht. Vorletzte Woche habe ich dann mal ein Tempotraining gemacht. Nun sind meine Probleme vom rechten Unterschenkel auf den Linken übergegangen. Und dann habe ich einen neuen Trainingsplan in der Muckibude bekommen, der voll auf die Oberschenkel geht.

Trainiert habe ich also nicht für den lang ersehnten Wettkampf. Dafür fahre ich nicht allein nach Celle. Natürlich begleitet mich Petra, und als Zugabe habe ich noch einen kräftigen Muskelkater im linken Oberschenkel. Die Temperatur ist fast zweistellig, die Sonne scheint. Es wäre fast tolles Wetter, wenn der Wind nicht so stark wäre.

Konzentration

Diese Stimmung in Celle hat mich gleich wieder gefangen. An der Startnummernausgabe gibt es Gelächter: Berni startet für bernismatrix – wie lustig… Wenn die wüssten, dass ich mit meinem Laufshirt Werbung für die Staatstheater in Hannover mache. Apropos Staatstheater, meinen Kollegen Pierre habe ich beim 10km-Rennen gesehen. Auch Rainer, aus vergangenen Spargelsprinterzeiten, habe ich kurz gesehen.

Schmerzen

Nach einem kurzen Blick auf den Zielberreich gehe ich zu den Zelten vor dem Schloss und ziehe mich um. Danach noch ein kurzer Besuch im Schloss – wichtiger Besuch des WCs. Um das Schloss herum kann man sich prima Einlaufen. Ich achte dabei sehr auf meinen Körper. Die leichten Steigerungen fallen mir schwer, aber meine linke Wade macht keine Zicken, und mein Muskelkater behindert mich nur unwesentlich. Mit Petra gehe ich dann in den Zielbereich. 10min. vor dem Start kommt man nicht wirklich ins Starterfeld – ich reihe mich hinten ein. So ist es traditionell in Celle…

Dann kommt ein kurzes „Achtung“ und dann der ebenso traditionelle Böller. Langsam geht es los. Trotzdem schaffe ich den ersten Kilometer schneller als einen 6er-Schnitt. Nach 3km spüre ich meine linke Wade, aber ich bin (noch) schmerzfrei. Ab dem 2.km halte ich einen Schnitt, der meist unter 5:20min/km liegt. Anstrengend ist es schon, aber es läuft, bis ich die 16km-Marke passiere. Schmerzen in der linken Wade – Mist! Ab dem 14.km kann ich kaum noch laufen, die Uhr zeigt, dass ich noch 6min. Zeit habe, um unter 1:20h zu bleiben. Zwei Dinge sprechen gegen diese Zielzeit:1. Die Schmerzen und 2. meine schwache Kondition. Ich habe mich so lange diszipliniert, den Rest schaffe ich jetzt auch noch – irgendwie!

Erhohlung

Nach 1:18:38h überquere ich die Ziellinie. Ich bekomme schlecht Luft und kann kaum noch gehen. Das sieht man an den Bildern. Was man darauf leider nicht sieht, ist die ungeheure Befriedigung, die ich nicht nur wegen der Zeit, sondern auch wegen dem Ende meiner Wettkampfpause empfunden habe! Na ja, und wenn das Wetter mitspielt, ist der Wasa-Lauf immer ein super Laufevent. Das haben mir auch Hamburger bestätigt, mit denen ich mich nicht nur nach dem Lauf umgezogen habe, sondern, die auch das erste Mal (und nicht das letzte Mal) hier waren!

Übrigens: Das ist nicht die Zukunft von bernismatrix.de! Ich habe es nicht geschafft, meine Site neu zu programmieren. Das ist notwendig, weil meine alte Version mit altem PHP lief, die es nicht mehr gibt. An der neuen Version arbeite ich - genauso diszipliniert, wie ich den Wasa-Lauf gelaufen bin – ehrlich! Bitte etwas Geduld, und öfter mal nachschauen. Danke!

Berni Helmdorf